PraktikantInnen gesucht!

HAUKARI e.V. ist ein 1995 gegründeter gemeinnütziger entwicklungspolitischer Verein mit dem Arbeitsschwerpunkt Irak und Kurdistan-Irak. Hier fördert HAUKARI e.V. lokale PartnerInnen in den Bereichen Beratung/Empowerment von Frauen mit Erfahrung sozialer und politischer Gewalt sowie Erinnerungsarbeit/Erinnerungskultur. Aufgrund der akuten Krise im Irak sind wir zurzeit auch in der Hilfe für irakische Binnenflüchtlinge aktiv. Unsere Projekte werden gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Auswärtigen Amtes sowie Fördermitteln privater Stiftungen und NROs und Spenden.

In unserem Berliner Projektbüro bieten wir ab sofort

PRAKTIKUMSPLÄTZE

für StudentInnen der Sozial-, Human-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften

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2018 von Admin (Kommentare: 0)

Tagung Trauma- und Resilienzpolitiken

Liebe Freundinnenund Freunde von HAUKARI e.V.

In Europa erleben wir zurzeit eine zunehmende Hetze gegen Geflüchtete und Migrant*innen und ebenso gegen die mit ihnen solidarischen Personen. In diesem Kontext werden auch ursprünglich emanzipatorische und kontextbezogene Konzepte der psychosozialen Arbeit immer mehr zu Instrumenten von Kontrolle und Ausgrenzung.

Der Begriff „Trauma“ steht ursprünglich für die Anerkennung der psychischen Folgen von Krieg und Gewalt. Heute gibt es in den medialen, politischen und akademischen Debatten die Tendenz, nach Europa geflüchtete Menschen pauschal als eine Gruppe der „Traumatisierten mit Gefährdungspotential und Behandlungsbedarf“ zu konstruieren und in der Folge zu stigmatisieren und zu pathologisieren. Dadurch wird aus dem Problem der gewalttätigen,
ausgrenzenden Verhältnisse ein Problem der davon Betroffenen.
Eine Debatte um die Wechselbeziehungen zwischen gesellschaftlichen Verhältnissen und individuellem Leid wird im derzeitigen politischen Klima immer schwieriger. Auch in der Entwicklungszusammenarbeit in Kriegs- und Konfliktregionen haben Traumaprojekte Hochkonjunktur. In Anbetracht fehlender politischer Lösungen werden hier bisweilen ganze Bevölkerungsgruppen mit individualisierenden, biomedizinischen Traumadiagnosen überzogen und so der Blick auf die politischen Ursachen der Gewalt verstellt. Auch der Begriff der „Resilienz“, der ursprünglich für den Blick auf die Stärken, Ressourcen und Widerstandskräfte von Menschen gegen äußere Gewalt steht, erfährt eine neue Bedeutung: Unter dem Titel „Resilienz“ wird von Menschen, die von Krieg, Gewalt und rassistischer Ausgrenzung
betroffen sind, erwartet, dass sie sich individuell stärken, um in der Krise zurechtzukommen und von Flucht und Migration Abstand zu nehmen. Die Verantwortung wird an die einzelnen Betroffenen zurückdelegiert. So werden Trauma- und Resilienzdiskurse ihrer politischen Dimension beraubt und zu Instrumenten, die den Status Quo festigen.

Als professionelle und ehrenamtliche Helfer*innen, die sich in der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten und/oder in Kriegs- und Krisengebieten engagieren, bewegen wir uns in einem permanenten Spannungsfeld: Auf der einen Seite wissen wir, wie immens wichtig und wertvoll für Betroffene von Krieg und Gewalt psychosoziale und ressourcenstärkende Unterstützung und Traumaberatung sein können. Auf der anderen Seite werden wir mit eben dieser Praxis zunehmend vereinnahmt für nationale und europäische Sicherheitsstrategien der Abschottung und Fluchtbekämpfung.
Wir denken, es ist an der Zeit, uns über dieses politische und professionelle Dilemma auszutauschen und gemeinsam Positionen und Auswege zu diskutieren.
Wir wollen dies zusammen mit Kolleg*innen aus dem Irak, Libanon, Palestina, Ägypten und Südafrika tun, deren reiche und vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Gewalt in einer von westlichen Expert*innen dominierten Trauma- und Resilienzdebatte viel zu häufig ausgeblendet werden. Im Ergebnis möchten wir auf den Podien und in den Arbeitsgruppen alternative, solidarische und emanzipatorische Praxen psychosozialer Arbeit gemeinsam sichtbar machen.
Wir laden Sie und Euch ein, an dieser in vielerlei Hinsicht grenzüberschreitenden Debatte teilzunehmen!

Die Tagung wird zusammen mit der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.), dem Frankfurter Arbeitskreis Trauma und Exil (FATRA e.V.) und HAUKARI e.V. organisiert.

Weitere Informationen zum Programm, Ort, Anreise und der Anmeldung im beiliegenden Flyer

2018 von Admin (Kommentare: 0)

Empowerment von Frauen inmitten von Krieg und Flucht

HAUKARI e.V. lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung:

Beratung und Empowerment von Frauen inmitten von Krieg und Flucht:
Praxisberichte aus dem Libanon, dem Irak und der Region Kurdistan/Irak

Datum:       Dienstag, den 16. Oktober 2018
Zeit:           17.00 bis 19.30 Uhr
Ort:            Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
                 Sebastianstr. 21, 10179 Berlin, (U6, U-Bhf. Moritzplatz)

Inmmitten der eskalierten Krisensituation in Syrien, dem Irak und angrenzenden Ländern der Nahostregion leisten lokale Frauenorganisationen tagtäglich Hilfe für Frauen mit vielfältigen überlappenden Erfahrungen von Gewalt: Frauen, die Verschleppung und Versklavung durch den „Islamischen Staat“ überlebt haben und/ oder Bombardierungen und Terror entkommen sind; Frauen die in Geflüchtetencamps und Gastgemeinden tagtäglich Stigmatisierung und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind. Angesichts dieser Herausforderungen haben sie kontextspezifische ganzheitliche Beratungsansätze entwickelt, die Schutz, Beratung und Empowerment von Frauen verbinden.

Sechs Mitarbeiterinnen von Frauenorganisationen aus dem Libanon, dem Irak und der Kurdischen Region im Irak berichten von ihren Arbeitserfahrungen und ihrem gesellschaftspolitischen Engagement gegen Gewalt und für Geschlechtergerechtigkeit in ihren Ländern. 

Die Gäste sind:
Hanaa Edwar, Direktorin der Al Amal Association, Baghdad/Irak, Bahar Munzir, Direktorin der People‘s Development Organization, Sulaimania/Region Kurdistan/Irak; Lava Muhammad und Niga Jamal, Rechtsanwältin und Sozialarbeiterin im KHANZAD Frauenzentrum, Sulaimania/Region Kurdistan/Irak; Fatme El Hajj und Maram Nabhani, Rechtsanwältin und Sozialarbeiterin bei KAFA -Enough Violence and Exploitation, Beirut/Libanon

Wir freuen uns auf die Berichte der Kolleginnen und den Austausch mit hiesigen FachkollegInnen aus der Arbeit mit Geflüchteten, der Entwicklungszusammenarbeit und mit allen Interessierten.

Die Veranstaltung wird moderiert von HAUKARI e.V. und findet in deutscher Sprache statt.

Zur Einladung

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HAUKARI e.V. lädt ein zum Salon

Das Jugend- und Kulturzentrum Kifri- ein Ort für Selbstorganisation und Handlungsmöglichkeiten junger Menschen in der Germian-Region
am:
Samstag, 30.06.2018, 17:00 Uhr
Ort: Stiftung Umverteilen, Merseburger Straße 3, 10823 Berlin
Gast: Jamal Ibrahim, Projektmanager HAUKARI e.V., Sulaimania, Irak

Das Jugendkulturzentrum Kifri entstand 2014 auf Initiative einer StudentInnen-Gruppe des örtlichen Kunstkollegs. Mit Unterstützung von HAUKARI e.V. renovierten die Jugendlichen das Gebäude, richteten ein kleines Museum für Stadt- und Regionalgeschichte sowie eine Cafeteria und Veranstaltungsräume ein. Mit einem Programm aus Handwerks- und Kunstkursen, Seminaren zu sozialen und politischen Themen sowie Lesungen, Film- und Musikabenden wurde das Zentrum bald Anlaufstelle und Dialogforum für lokale und geflüchtete Jugendliche.

Jamal Ibrahim wird über die aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten des Jugend- und Kulturzentrums in Kifri berichten.
Ausserdem werden einige Kurzfilme gezeigt, die Jugendliche der Filmgruppe Guney in den letzten Monaten selbst gedreht und bearbeitet haben.

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Frauen in Gewalt- und Krisensituationen in Kurdistan-Irak: Inmitten von Chaos und Unsicherheit - Frauen schaffen sich (Frei)räume

  Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich Susanne Bötte mit der Hilfsorganisation HAUKARI e.V. in Kurdistan-Irak für den Schutz von Frauen in Gewalt- und Krisensituationen, für Opfer politischer Gewalt insbesondere Überlebende der Anfal-Operationen, für soziale, kulturelle und Bildungsprojekte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und für einen Dialog zwischen den verschiedenen ethnischen, religiösen und politischen Fraktionen im Irak.

Dazu gehört auch die kontinuierliche Unterstützung des Frauenzentrums KHANZAD in Sulaimania, Kurdistan-Irak.
Wie sieht die Situation für Frauen heute aus? Was haben sie erreicht, und welche Hoffnungen und Ängste haben sie für die Zukunft?

Vortrag für interessierte Frauen um 12 Uhr im Anschluss an den Mai-Brunch ab 10:30 Uhr am Samstag, dem 19. Mai (Kostenbeteiligung Brunch 5 €)

im FrauenKulturZentrum, Walltorstaße 1 (Eingang Ecke Wetzsteinstraße), Giessen

2018 von Admin (Kommentare: 0)

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