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Anfal Gedenkveranstaltung

Gedenkveranstaltung zum 33. Jahrestag der Anfal Operationen

Am 19. April 2021 wurde in Sarqala, Provinz Diyala, Kurdistan/Irak der Opfer der Anfal Operationen der irakischen Armee gegen die Kurdische Bevölkerung gedacht. Auf der Gedenkveranstaltung zum 33. Jahrestag wurden Anfal überlebende Frauen für ihr Engagement ausgezeichnet.
Am Ort der Veranstaltung konnte zudem ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer enthüllt werden.

Kurzfilm mit Ausschnitten aus der Gedenkveranstaltung hier
 

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Abschied


Ursula Schumm-Garling, unsere liebe Freundin und langjähriges Mitglied von HAUKARI ist am Dienstag im Alter von 83 Jahren in Berlin verstorben.
Trotz aller Energie und dem Wunsch, noch viele Jahre mit uns zu verbringen, hat es Ursula nicht geschafft hat, nach einer Operation im Februar wieder gesund zu werden.
Wir werden die gemeinsamen Kämpfe für Frieden und Gerechtigkeit, die langen Abende mit Diskussionen und ihr Lachen sehr vermissen.

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Internationaler Frauentag 2021

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Veranstaltungshinweis: (Internationale) Solidarität in Zeiten der Pandemie: Perspektiven auf COVID 19 aus dem globalen Süden

Eine Veranstaltung der Sigmund Freud Universität Berlin in Kooperation mit HAUKARI e.V.
 
Mit
Tlamelo M. Mothudi,  Gesundheitswissenschaftlerin Rhodes Universität/Ostkap, Südafrika
Tinashe Njanji, People's Health Movement - Südafrika
Andrea Böhm, ZEIT-Redakteurin
 
Mittwoch, den 10.3.2021, 18 Uhr ONLINE
 
Hier geht es zur Einladung und zum Link:
Einladung deutsch
 

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Weiterhin: Physische Distanz – Soziale Nähe – Internationale Solidarität



Weiterhin: Physische Distanz – Soziale Nähe – Internationale Solidarität
Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen von HAUKARI e.V.,
 
was für ein Jahr!!!! Ob in Deutschland oder im Irak: die COVID-19-Pandemie hat unser aller Leben verändert. Einige von uns haben Angehörige verloren; ihnen senden wir Trost und Kraft. Einige sind selbst erkrankt; ihnen wünschen wir Geduld und Energie bei der Genesung. Viele sind durch den Verlust von Jobs und Einkommen in ökonomische Schieflagen geraten. Die Einschränkung sozialer Kontakte, Mobilität und des kulturellen Lebens hat unseren Alltag verändert. Die Planungssicherheit, an die wir so gewöhnt sind, ist weggebrochen.

In der Kurdischen Region Irak und im Irak hat die Corona-Pandemie die seit Jahren anhaltende ökonomische, politische und humanitäre Krise verschärft. Die durch den massiven Verfall des Ölpreises bedingte Wirtschaftskrise im gesamten Irak und anhaltende Konflikte zwischen der irakischen Regierung in Bagdad und der Kurdischen Regionalregierung in Erbil führen – wie schon 2017/2018 - zu einer Reduzierung der Überweisungen aus dem irakischen Staatshaushalt in die Kurdische Region. Seit Monaten werden Löhne im öffentlichen Sektor gar nicht oder nur teilweise gezahlt. Not, Perspektivlosigkeit und Wut in der Bevölkerung vermischen sich mit Skepsis gegenüber den COVID-19-bedingten Abstands- und Hygieneregeln.

Im Dezember kam es – vor allem in der Provinz Sulaimania – zu massiven Protesten gegen ausbleibende Löhne, Korruption und Misswirtschaft; gewaltvolle Auseinandersetzungen forderten mindestens elf Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Pressefreiheit und Grundrechte wurden weiter eingeschränkt. Frauenberatungsstellen verzeichnen einen massiven Anstieg häuslicher Gewalt. Und inmitten der Pandemie drängt die irakische Regierung auf Rückkehr von Binnengeflüchteten in ihre Heimtorte und stellt die Unterstützung von Geflüchtetencamps ein. 

In dieser dramatischen Situation engagieren sich HAUKARI und das Frauenzentrum KHANZAD in Sulaimania für die Aufrechterhaltung von Schutz- und Beratungsstrukturen für Frauen in Gewaltsituationen in Geflüchtetenunterkünften und Gastgemeinden. KHANZAD bietet telefonische Krisenberatung an, verbreitet Aufklärungsvideos zum Zusammenhang zwischen COVID 19 und häuslicher Gewalt, versorgt Frauen in Gefängnissen und Zufluchtshäusern und stärkt über Schutzkleidung und logistische Hilfen Anlaufstellen und Familienberatungszentren des staatlichen Direktorats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (DCVAW). 

Das HAUKARI-Team in der Germian-Region unterstützt die kommunale Verwaltung, lokale Krankenhäuser und zivilgesellschaftlich-staatliche Zivilschutzkomitees bei der Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von COVID-19 und schafft über die Fortsetzung von Bildungsmaßnahmen, Kulturveranstaltungen und Seminare Räume für sozialen Austausch und Solidarität junger Menschen, Künstler*innen und Anfal-Überlebende. Anlässlich der weltweiten 16-Aktionstage gegen Gewalt an Frauen organisierten das HAUKARI-Team Germian und KHANZAD gemeinsam mehrtägige Outdoor-Ausstellungen und Diskussionen in Kalar und Kifri. 
Wir sind tief beeindruckt von der Ausdauer unserer lokalen Partner*innen und Kolleg*innen und ihrem Engagement inmitten der zugespitzten Krisensituation. Anbei findet ihr drei Links zu Aufklärungsvideos vom HAUKARI-Team Germian:

https://youtu.be/O2HibQpSX

Im Juni dieses Jahres wollten wir den 25. Geburtstag von HAUKARI e.V. mit Veranstaltung und Fest in Berlin feiern. Auch diesen Plan hat das Corona-Virus durchkreuzt. Einen neuen Termin wollen wir erst festlegen, wenn absehbar ist, dass wir auch Gäste aus Kurdistan und dem Irak einladen können. Wir hoffen, dass wir alle gemeinsam gesund bleiben und im nächsten Jahr 25+1 feiern können.

Wir bedanken uns bei allen Spender*innen, Kooperationspartner*innen und Förderinstitutionen für die Unterstützung in 2020 und hoffen, dass wir und unsere lokalen Partner*innen weiter auf Sie/Euch zählen können.


Wir wünschen Ihnen/Euch allen – trotz der schwierigen Zeiten – eine geruhsame Zeit über die Feiertage und den Jahreswechsel!

 
Abschlusszeremonie Frauenwerkkurs Kifri, Dezember 2020


COVID-19 kennt keine Grenzen. Bleiben wir gesund und solidarisch!

                                    Das HAUKARI- Team 

 

Spendenkonto HAUKARI e.V.
IBAN: DE82 5502 0500 0008 6286 00   BIC: BFSWDE33MNZ  Bank für Sozialwirtschaft

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2020 von Admin (Kommentare: 0)

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